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Die besten Trennungs-Tipps 
Weltweit erste Scheidungsmesse an diesem Wochenende in Wien - 2008 auch in Deutschland geplant
Berlin - "Wenn mir jemand eine Pistole in die Hand drücken würde", schreibt eine Frau in einem Internet-Forum über das Verhältnis zu ihrem Mann, "würde ich ohne zu zögern abdrücken." Sie hofft, dass der ständig missgelaunte Taugenichts ihre Wohnung bald verlässt und sich nie mehr bei ihr und ihren Kindern blicken lässt. Zustimmung und Mut in den Antwort-Mails. "Der Tyrann muss raus. Durchhalten!"
"Starte dein Leben neu", heißt es auf der Homepage www.scheidungsmesse.at. "Wenn man im Guten auseinandergeht, kann auch der Scheidungstag der schönste Tag im Leben werden", sagt Anton Barz. Der Besuch der Messe ist "kostenlos, unverbindlich und anonym". Anwälte halten Vorträge zum Eherecht, Mediatoren sprechen zum Thema "Scheidung ohne Rosenkrieg", Detektive erläutern, wie sie arbeiten, um wichtige Informationen über den Partner herauszufinden.
Man kann sich über Vaterschaftstests informieren, Makler bieten Wohnungen für danach. Reiseveranstalter reichen Kataloge für den Wellness-Urlaub, Fitness- und Beauty-Experten sind für das neue Auftreten auf dem Singlemarkt da. Und um das schlechte Gewissen zu beruhigen, referieren Experten über die Folgen von Scheidungen für Kinder und darüber, wie man damit umgehen kann. Trennung all-inclusive. "Im Frühjahr 2008 wollen wir auch in Deutschland eine Messe organisieren. Wir denken da an München, Berlin, Frankfurt und Hamburg", sagt Anton Barz.
Weit hergeholt ist die Messe-Idee nicht. Die Heiratsneigung der Frauen geht weltweit aber vor allem in Deutschland zurück. Das schrieb das Bundesfamilienministerium schon 1996 in einem Bericht. Scheidungen werden mehrheitlich von Frauen eingereicht, und die Wiederverheiratungsquote danach, die bei beiden Geschlechtern rund 50 Prozent beträgt, ist seit zehn Jahren nicht mehr gestiegen. Auch gemeinsame Kinder spielen kaum noch eine Rolle bei der Überlegung, ob man nun in den Bund des Lebens tritt.
Bis dass der Tod euch scheidet? Dass dieses Versprechen vor dem Traualtar für viele nicht mehr tragbar erscheint, darauf hat die Fürther Landrätin Gabriele Pauli jüngst reagiert und eine Protestwelle ausgelöst. Die geschiedene Landrätin schlug vor, Ehen auf sieben Jahre zu befristen, mit der Möglichkeit, sie verlängern zu können. Ein Leasingvertrag, den man wie für einen Pkw immer weiter verlängern kann. Nur einen neuen Partner als fließenden Übergang nach der Auslaufzeit bietet ihr Modell nicht. Und auch nicht den Reparaturservice für zwischendurch.
Warum eigentlich überhaupt noch heiraten? "Wenn ich meine zwei Katzen nicht hätte", schreibt eine Frau im Internet-Forum über ihre gescheiterte Ehe, "ich wüsste nicht, wofür ich noch existiere." Sie schreibt von den schönen Momenten ihrer langjährigen Partnerschaft, davon, dass es ihr nicht gelingt, nur die schlechten Phasen in ihrer Ehe zu erkennen, und von der Leere, die sie empfindet beim Gedanken an ihren Mann. Ihre Sehnsucht stieß kaum auf Verständnis bei den anderen Usern. Dumm gelaufen für sie. Sie war einem völlig aus der Mode gekommenen Nebeneffekt der Ehe erlegen: Hingabe und Liebe.
Etwas Annäherung zwischen den Geschlechtern ist dann aber selbst auf der Scheidungsmesse willkommen. Damit es nicht zu Zänkereien kommt, sollte ursprünglich am Sonnabend nur den Frauen Eintritt gewährt werden, am Sonntag nur den Männern. Aber dagegen hatten so viele Anrufer protestiert, dass es in letzter Minute doch nicht zur Geschlechtertrennung kam. Selbst eine Partnerbörse wird vertreten sein. Der Weg zur Heiratsvermarktung ist für Anton Barz dann nicht mehr weit. Die nächste Heiratsmesse ist in Planung.
Aus der Berliner Morgenpost vom 28. Oktober 2007
Info: morgenpost.de
Bis dass das Netz Euch scheide 
Schlussstrich per Mausklick: Eine britische Anwaltsfirma bietet für umgerechnet 90 Euro die Online-Scheidung an.
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Ein Team von Anwälten prüft die Dokumente, schickt sie per E-Mail zurück und reicht die Scheidung bei Gericht ein. Die Firma verspricht, das Verfahren in nur 16 Wochen zum Abschluss zu bringen.
Voraussetzung für die Online-Scheidung ist allerdings, dass beide Ehepartner sich über ihre Finanzen geeinigt haben und die Kinderbetreuung geklärt ist. An Gebühren kommen dann nach Angaben der Firma nur noch die Standard-Gerichtskosten von 340 Pfund hinzu.
Einer Umfrage der englischen Zeitung Daily Mail zufolge liegt der Preis für eine herkömmliche Scheidung in Großbritannien zwischen 850 und 2500 Pfund. Der neue Service sorgt auf der Insel auch deshalb für Aufsehen, weil die Anwaltsfirma ab Ende Mai Werbespots im britischen Fernsehen schalten will, die für die Online-Scheidung werben.
Der Anbieter verteidigte die Werbung vor der Kritik, Trennungen zu fördern. „Die Zahl von Ehescheidungen ist traurig. Aber sie passieren sowieso. Ich glaube nicht, dass dieser Service die Leute dazu bringt, sich zu trennen“, erklärte ein Vertreter des Unternehmens.
Die Anwaltsfirma gibt an, bereits jetzt jede fünfzigste Scheidung in Großbritannien abzuwickeln. Über ihre Seite schaffte es ein Mann aus Essex, als erster Brite überhaupt an den Weihnachtsfeiertagen die Scheidung zu beantragen. Er begründete den Schritt mit dem unvernünftigen Verhalten seiner Frau.
Info: sueddeutsche.de
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